Tag der Niedersachsen 2026 in Braunschweig
Vom 12. bis 14. Juni 2026 findet in der Löwenstadt Braunschweig der 39. Tag der Niedersachsen statt – ein buntes Landesfest mit Zehntausenden Besucherinnen und Besuchern, zehn Themenmeilen und sieben Bühnen in der gesamten Innenstadt. Unter dem Motto „Land & Lions – Vielfalt erleben“ präsentieren sich Vereine, Verbände und Initiativen aus ganz Niedersachsen, um ihr Engagement in Kultur, Ehrenamt, Bildung und Gesellschaft zu zeigen.
Der Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie Niedersachsen e. V. wird auf der Info- und Erlebnismeile vertreten sein. Diese Meile widmet sich Themen wie Bürgerengagement, Bildung, Gesundheit und gesellschaftlicher Vielfalt. Am Informationsstand des Verbands können sich Betroffene, Angehörige, Lehrkräfte und Interessierte umfassend über Legasthenie und Dyskalkulie informieren.
Die Besucherinnen und Besucher erhalten Aufklärung über Ursachen, Diagnostik- und Fördermöglichkeiten sowie Hinweise zu gesetzlichen Nachteilsausgleichen in Schule und Ausbildung.
Ziel der Teilnahme ist es, das Bewusstsein für Lernstörungen zu stärken, Vorurteile abzubauen und deutlich zu machen, dass Kinder und Erwachsene mit Legasthenie oder Dyskalkulie bei rechtzeitiger Unterstützung erfolgreiche Lernwege gehen können.
Wir freuen uns über viele Besucher auf der Info- und Erlebnismeile in Braunschweig.
Für die freundliche Unterstützung durch die DAK Gesundheit sagen wir herzlichen Dank!
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Elterngesprächskreis |
Legasthenie und Dyskalkulie |
| Ort: | Familien-Informations-Zentrum (FIZ) Herrenstr. 25 A, Harsefeld |
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Termin: |
02.03.2023 - 01.06.2026 - 24.08.2026 - 16.11.2026 jeweils 19:30 Uhr |
Die Abende sollen für die Beantwortung der Fragen von Eltern betroffener Kinder sowie zum Erfahrungsaustausch genutzt werden.
Wie stärke ich mein Kind? Wie bereite ich mich auf ein Lehrergespräch vor? Was verbirgt sich hinter "Legasthenie" und "Dyskalkulie"?
Für eine bessere Planung ist eine Anmeldung per E-Mail erwünscht.
Bei Fragen zur Arbeit des Elternkreises im Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. steht Frau Lukas gern zur Verfügung. Interessierte, die sich organisatorisch und inhaltlich einbringen möchten, sind erwünscht.
Bitte weitergeben!
Birgit Lukas Elterngesprächskreis Legasthenie/Dyskalkulie Stützpunkt im Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie Niedersachsen eV Wiesengrund 5, 21698 Bargstedt
Birgitlukas@web.de
Aktuelles: Debatte im Landtag am 27. Februar, die Parteien sind sich einig:
Es muss sich was ändern!
Am 27. Februar 2025 diskutierte der Niedersächsische Landtag über die Verbesserung der schulischen Unterstützung für Kinder mit Legasthenie und Dyskalkulie. Details und die sehr interessanten Video-Beiträge finden sie hier.
Infobriefe für niedersächsische Schulen
Tag der Legasthenie und Dyskalkulie – 30. September 2025
Anlässlich des Tages der Legasthenie und Dyskalkulie erhielten 868 Schulen in Niedersachsen mit Sekundarstufe I einen Infobrief mit Broschüren und Flyern zu den Themen Lese-, Rechtschreib- und Rechenschwierigkeiten.
Ziel ist es, Lehrkräfte – insbesondere in den Fächern Deutsch und Mathematik – bei der Erkennung, Unterstützung und Förderung betroffener Schülerinnen und Schüler zu unterstützen. Die Materialien bieten praxisnahe Informationen, Anregungen für den Unterricht und Hinweise auf weiterführende Fördermöglichkeiten.
Gerade Deutsch- und Mathematiklehrkräfte spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Lernschwierigkeiten frühzeitig zu erkennen und individuell zu fördern.
Gemeinsam können wir dazu beitragen, Barrieren abzubauen und Lernchancen zu eröffnen.
Auch in diesem Jahr wurden wir von der DAK Gesundheit bei diesem Projekt finanziell unterstützt und sagen herzlichen Dank!
Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. (BVL) und seine Landesverbände (LVL) fordern die Anerkennung behinderungsbedingter Leistungsdefizite von Schülerinnen und Schülern mit Legasthenie und Dyskalkulie durch Bildungspolitik und Behindertenbeauftragte, um die Rechte und Bedürfnisse der betroffenen Kinder zu schützen.
Bad Münstereifel, 4. Februar 2025
Die Situation für Schülerinnen und Schüler mit Legasthenie und Dyskalkulie in Deutschland ist alarmierend. Trotz der Anerkennung dieser Lernstörungen als Behinderungen im Sinne des Sozialgesetzbuches und der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10), sind die bestehenden schulrechtlichen Regelungen in den Bundesländern unzureichend und diskriminierend. Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. (BVL) und seine Landesverbände (LVL) fordern mit Nachdruck eine umfassende Reform der schulrechtlichen Rahmenbedingungen, um die Bildungsperspektiven für betroffene Schüler bundesweit zu verbessern. Ca. 10 – 15 % aller Schüler sind von einer Legasthenie oder Dyskalkulie betroffen und kämpfen sich, trotz guter Begabung, mühevoll durch unser Schulsystem mit deutlich schlechteren
Bildungschancen.
„Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil vom 22. November 2023 unmissverständlich festgestellt, dass Legasthenie eine Behinderung darstellt und die „Pflicht zur Inklusion“ auch für Schulabschlussprüfungen gilt. Diese Diskriminierung trifft auch Schülerinnen und Schüler mit Dyskalkulie, deren spezifische Bedürfnisse im Bildungssystem weitgehend ignoriert werden“, sagt Rechtanwalt Dr. Johannes Mierau aus Würzburg. Ebenso wie Legasthenie ist auch Dyskalkulie eine lebenslang anhaltende neurobiologische Entwicklungsstörung. Beide Störungen erfüllen die vom Bundesverfassungsgericht benannten Kriterien einer Behinderung.
Die schulrechtlichen Regelungen in den einzelnen Bundesländern klaffen weit auseinander. Während in vielen Ländern zumindest für Legasthenie-Betroffene gewisse Unterstützungsmaßnahmen greifen, sind Nachteilsausgleiche für Schüler mit Dyskalkulie kaum vorhanden. Diese uneinheitliche Rechtslage führt dazu, dass die Bildungschancen der Betroffenen stark von ihrem Wohnort abhängen. Bildungsexperten fordern schon lange eine bundesweite Reform der schulrechtlichen Regelungen, die den individuellen Förder- und Unterstützungsbedarf von Schülern mit Legasthenie und Dyskalkulie verbindlich berücksichtigen. Ansonsten verlieren die Betroffenen weiterhin den schulischen Anschluss, mit gravierenden Folgen für ihre persönliche Entwicklung und beruflichen Perspektiven.
„Wir begrüßen ausdrücklich, dass im Forderungspapier der Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder zur inklusiven schulischen Bildung, unabhängige Förderdiagnostik, individuelle Förderplanung, erforderliche Nachteilsausgleiche und Hilfsmittel, Ausstattung der Schulen mit qualifiziertem Personal sowie technische und digitale Barrierefreiheit gefordert werden“, sagt Tanja Scherle, Bundesvorsitzende des BVL. Nur so kann sichergestellt werden, dass Schülerinnen und Schüler mit Legasthenie und Dyskalkulie die notwendige Unterstützung erhalten, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen und seelische Behinderungen zu vermeiden.
Der BVL appelliert mit seinen LVL an die Bildungspolitiker auf Bundes- und Landesebene, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und die notwendigen schulrechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, um Chancengleichheit für alle Schülerinnen und Schüler mit Legasthenie und Dyskalkulie zu gewährleisten. Es ist unerlässlich, dass ein flächendeckender und vollumfänglicher Nachteilsausgleich sowie ein Notenschutz
für alle betroffenen Schülerinnen und Schüler, unabhängig von Schulart und Klassenstufe, eingeführt werden. Ein aktives Handeln der Behindertenbeauftragten auf Bundes- und Landesebene, um die Rechte und Bedürfnisse dieser Kinder zu schützen, ist als flankierende Maßnahme dringend erforderlich.
Pressekontakt:
Annette Höinghaus BVL c/o EZB
Tel. 04193/965604 Blumenweg 9
presse@bvl-legasthenie.de 53902 Bad Münstereifel
